Dehnungsstreifen am Oberschenkel – was du dagegen tun kannst

Professionell aktualisiert: 3/5/2022

Dehnungsstreifen am Oberschenkel kennen viele. Manche nehmen sie an, während andere sie als kosmetisches Problem betrachten.

Wenn du sie so gar nicht magst, gibt es glücklicherweise effektive Methoden, um ihr Aussehen zu verbessern. Erfahre hier mehr über die Pflege und darüber, wie Dehnungsstreifen entstehen und wie du sie am besten vermeiden kannst.

Durchgelesen von Anne Thestrup Meimbresse

Apotheker, Klinische Pharmazeutin
Anne hat einen Master in Pharmazie von der Süddänischen Universität, und arbeitet seit einigen Jahren als klinische Pharmazeutin in der Apotheke.Hier berät Sie sowohl Kunden als auch Ärzte über die optimale Anwendung von Arzneimitteln.

Was du tun kannst, um zu pflegen und zu behandeln 

Du bist ganz sicher nicht allein, wenn du das Pech hast, klassische Tigerstreifen an den Oberschenkeln zu haben. Dehnungsstreifen sind ein ganz normaler Hautzustand, was sie allerdings nicht weniger kosmetisch störend für diejenigen macht, die davon betroffen sind. 

Auch wenn dir die Streifen an den Schenkeln ein Leben lang erhalten bleiben, bedeutet das keineswegs, dass du nicht ihr Aussehen verbessern kannst. Hier findest du einige Methoden, die du zur Verringerung der Sichtbarkeit deiner Dehnungsstreifen anwenden kannst. 

Pflege mit Öl und Creme 

Mit einer guten und nährenden Hautpflege ist dir schon sehr geholfen, beispielsweise in Form von Creme oder einem Öl wie dem Body Oil. Das pflegende Öl ist reich an nährenden aktiven Wirkstoffen wie SqualanTeebaumöl, Mandel- und Sonnenblumenöl. 

Diese bilden eine einzigartige Kombination, die deine Haut widerstandsfähig macht, gut durchfeuchtet und mit Vitamin E boostert. Gemeinsam tragen sie zu einer ebenmäßigeren und glatten Haut bei, wodurch die Dehnungsstreifen nicht mehr so deutlich zu sehen sind. 

Das haben 75 % der Testpersonen festgestellt, nachdem sie das Öl an ihren Dehnungsstreifen getestet haben.

Gib dem Öl Zeit zu wirken

Du solltest kein Mittel erwarten, das über Nacht Wunder bewirkt. Öl, Creme und andere Methoden sind kein Wundermittel, das die Streifen wegzaubern kann. Bei beharrlicher Anwendung werden sie jedoch weniger sichtbar. 

Erst nach 12-20 Wochen regelmäßiger Anwendung des Öls werden sich die ersten Verbesserungen zeigen. Sei also geduldig mit deiner Haut – sie braucht Zeit und Pflege, um sich zu erholen. 

Trage das Öl daher täglich auf, am besten 1–2 mal auf sauberer und trockener Haut. Massiere das Öl in kreisenden Bewegungen gut in die Haut ein. Das Öl fühlt sich weder fettig noch klebrig an, lass es dennoch vollständig einziehen, bevor du dich ankleidest.

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Behandlung mit Laser 

Wenn du einen Schritt weitergehen möchtest, ist vielleicht eine Laserbehandlung gegen Dehnungsstreifen am Oberschenkel eine Lösung für dich. 

Probier Microneedling 

Microneedling erinnert in gewisser Weise an eine Laserbehandlung. Auch hier ist das Ziel, tief in die Haut einzudringen, um kontrollierte „Verletzungen“ zu verursachen, die die eigene Regeneration der Haut anregen. Ziel ist es, die Kollagenproduktion und das Bindegewebe anzukurbeln. 

Anstelle von Laserstrahlen werden spitze Nadeln verwendet.


Gibt es Tipps zur Vorbeugung gegen Dehnungsstreifen am Oberschenkel?

Dehnungsstreifen kann man nicht vorbeugen – weder an Schenkeln, noch an Gesäß, Rücken, Brüsten, Armen oder Bauch. Plötzlich sind sie einfach da, ohne die geringste Vorwarnung. 

Du kannst allerdings ein paar Dinge tun, um die Wahrscheinlichkeit von Dehnungsstreifen zu verringern: 

  • Leb gesund und beweg dich. Das allerbeste was du zur Vermeidung von Dehnungsstreifen tun kannst, ist eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung in Verbindung mit Bewegung. Schon 30 Minuten Bewegung am Tag können ausreichen.
  • Vermeide das Rauchen. Rauchen ist einer der stärksten Feinde der Haut. Die Haut wird dadurch schlaff und weniger widerstandsfähig.
  • Verwende eine gute Hautpflege. Sorge dafür, deine Haut mit nährenden und feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen zu pflegen. Feuchtigkeit macht die Haut kräftiger und geschmeidiger. Auch wenn es keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür gibt, dass du Dehnungsstreifen auf diese Weise vorbeugen kannst, profitiert die Widerstandsfähigkeit deiner Haut davon. 

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Was sind Dehnungsstreifen?

Dehnungsstreifen sind sichtbare Streifen oder Risse in der Haut. Diese Verletzung der Haut entsteht, wenn sie über ihre natürliche Elastizität hinaus belastet wird. 

Auf Lateinisch nennt man sie Striae. Am häufigsten treten sie an den Oberschenkeln auf. Die Streifen sind nicht gefährlich, für viele jedoch ein kosmetisches Problem. 

Die gerissene Haut ist wie eine Art Narbe, und ebenso wie Narben sind Dehnungsstreifen eine Verletzung, die nicht vollständig regeneriert. Die Dehnungsstreifen bleiben ein Leben lang – was aber nicht bedeutet, dass man nichts tun kann, um sie weniger sichtbar zu machen. 


Wie sehen Dehnungsstreifen aus?

Dehnungsstreifen sind rosafarbene oder bläulich-violette Linien oder Streifen auf der Haut. An den Oberschenkeln treten sie meist an der Innenseite auf. 

Die Streifen können von Person zu Person in Farbe und Stärke variieren. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie allmählich ihre Farbe verlieren und eher weißlich werden bzw. den umliegenden Hautton annehmen. 

Dadurch werden sie an sich schon allmählich weniger deutlich, wobei die Haut jedoch ihr rissiges Aussehen behält. 


Wer bekommt Dehnungsstreifen am Oberschenkel?

Dehnungsstreifen am Oberschenkel sind für viele ein bekanntes Problem – sowohl Männer als auch Frauen, jung wie alt, können diese Streifen in der Haut bekommen. 

Wenn bei dir Dehnungsstreifen am Oberschenkel auftreten, hängt das meist mit verschiedenen Faktoren zusammen. Darüber erfährst du im Folgenden mehr. 


Wie entstehen Dehnungsstreifen am Oberschenkel? 

Dehnungsstreifen am Oberschenkel entstehen ganz natürlich. Sie sind die normale Hautreaktion, wenn sie übermäßig belastet wird. Also dann, wenn deine Haut stark überdehnt wird und das nicht mehr kompensieren kann. 

Wenn das Bindegewebe in der Unterhaut zu stark gedehnt wird, reißt es und hinterlässt Streifen auf deiner Haut. 

In der Regel treten die Streifen an den Oberschenkeln auf, aber auch Bauch, Brüste, Rücken und Gesäß sind besonders betroffene Stellen am Körper. All dies sind Bereiche, an denen die größte Überdehnung der Haut möglich ist.  

Wenn die Haut am Oberschenkel reißt, gibt es dafür meist eine konkrete Ursache. Darüber erfährst du hier mehr. 

Du hast deutlich an Gewicht zugenommen 

Wenn das Gewicht stark ansteigt – vor allem über einen kurzen Zeitraum – leidet das natürliche Bindegewebe darunter. Es kann der Belastung ganz einfach nicht standhalten, wodurch die Fasern reißen, was sich als Risse in der oberen Hautschicht bemerkbar macht. 

Eine starke Gewichtszunahme kann durch ungesunde Ernährung oder Schwangerschaft auftreten. Auch bei verschiedenen Arten von Medikamenten besteht die Gefahr einer starken Gewichtszunahme. 

Starkes Körperwachstum – Pubertät und Training 

Bei vielen Teenagern bekommt die Haut an den Oberschenkeln plötzlich Risse. Das liegt daran, dass der Körper während der Pubertät schnell und stark wächst. Auch hier kann das Bindegewebe nicht standhalten und es treten Dehnungsstreifen auf. 

Das gleiche gilt, wenn du intensiv trainierst. Vor allem Krafttraining, bei dem sich die Oberschenkelmuskeln rasant entwickeln, kann Dehnungsstreifen am Oberschenkel verursachen, weil die Haut überdehnt wird. 

Du verlierst viel Gewicht 

Aber kann die Haut nur reißen, wenn sich der Körper stark dehnt? Nein, das kann auch im entgegengesetzten Fall passieren, also wenn du viel an Gewicht verlierst. 

Auch in diesem Fall wird das Bindegewebe überlastet und es besteht die Gefahr von Dehnungsstreifen. 

Die Hormone in deinem Körper sind im Ungleichgewicht

Wenn deine Hormone im Ungleichgewicht sind oder sich ändern, kann auch das Auswirkungen auf die Haut und ihre Elastizität haben. 

Meist treten Hormonveränderungen in der Pubertät oder Schwangerschaft auf. 

Deine Genetik spielt eine Rolle 

Und schließlich können Dehnungsstreifen am Oberschenkel oder an anderen Stellen am Körper erblich bedingt sein. Grundlegend geht es um deinen natürlichen Hauttyp und seine Elastizität. 

Während in einigen Familien eine Veranlagung zu einer kräftigen elastischen Haut besteht, kann es in anderen genau das Gegenteil sein. Für viele Schwangere ist der Blick auf die eigene Mutter ein Fingerzeig dafür, ob sie eine Veranlagung für Dehnungsstreifen haben. 

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