Pigmentflecken: So vermeidest und entfernst du sie

Professionell aktualisiert: 16 December 2020

Pigmentflecken, auch Pigmentveränderungen oder Altersflecken genannt, sind normal und absolut ungefährlich. Pigmentflecken entstehen durch Sonnenlicht und basieren auf einer Pigmentansammlung in der obersten Hautschicht. Der beste Schutz gegen Pigmentflecken ist Vorbeugung. Aber auch, wenn die Flecken schon da sind, kannst du zum Glück etwas tun, um die Flecken zu entfernen.

Durchgelesen von Anne Thestrup Meimbresse

Klinische Pharmazeutin, Apotheke Varde
Anne hat einen Master in Pharmazie von der Süddänischen Universitet, und arbeitet seit einigen Jahren als klinische Pharmazeutin in der Apotheke.Hier berät Sie sowohl Kunden als auch Ärzte über die optimale Anwendung von Arzneimitteln.

Was sind Pigmentflecken?

Pigmentflecken, Pigmentveränderungen, Pigmentstörungen, Hormonflecken – viele verschiedene Namen, die alle dasselbe beschreiben. In diesem Artikel verwenden wir den Begriff Pigmentflecken.

Pigmentflecken sind abgegrenzte Verfärbungen der Haut

Pigmentflecken sind sonnenbedingte Pigmentveränderungen der Haut, die ähnlich wie Sommersprossen aussehen können. Pigmentflecken werden auch Altersflecken genannt, die im Lateinischen als Solare Lentigines bezeichnet werden. Auf Deutsch bedeutet das so viel wie Sommersprossen/Altersveränderungen. Altersflecken sind nicht dasselbe wie Leberflecken.

Klingt vielleicht kompliziert, ist es aber nicht. Pigmentveränderungen sind auf eine Ansammlung von Pigmenten in der obersten Hautschicht zurückzuführen. Dies ist auch der Grund, warum die sichtbaren Verfärbungen in Form von Flecken am häufigsten an den Hautstellen auftreten, die am stärksten der Sonne ausgesetzt waren.

Pigmentflecken können verschiedene Formen haben:

  • Pigmentflecken können Sommersprossen sein (Epheliden)
  • Sonnenbedingte Pigmentflecken, die nicht mehr verschwinden (anders als Sommersprossen im Winter)
  • Ineinander übergehende Pigmentflecken, sogenannte Melasmen

Bei allen Arten von Pigmentflecken handelt es sich um eine Aktivierung der Pigmentzellen der Haut. Diese bilden Pigmentkörner, die sich in der Haut ansammeln und zu sichtbaren Pigmentflecken werden.

Es handelt sich also um den hauteigenen Farbstoff (den du vielleicht unter dem Begriff Melanin kennst), der sich in der Haut ansammelt, was zu dunklen Flecken führt.

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Sind Altersflecken gefährlich?

Pigmentflecken sind an sich völlig harmlos, ein Problem sind sie höchstens aus kosmetischer Sicht. Pigmentflecken können allerdings mit potenziell gefährlichen Muttermalen verwechselt werden. Daher solltest du Veränderungen deiner Haut immer beobachten.


Warum bekommt man Pigmentflecken?

Der Hauptgrund für das Entstehen von Pigmentflecken ist zu viel Sonnenlicht. Die Haut hat einen eigenen Schutzmechanismus gegen die Sonne. Dieser Mechanismus bewirkt auch, dass du im Sommer braun wirst. Wenn du etwas zu eifrig mit dem Sonnenbaden warst (und die Sonnencreme vergessen hast), ist das eine große Belastung für Haut und Zellen. Das kann dazu führen, dass die Haut zu viel Melanin (Hautpigmente) produziert.

Das Ergebnis: Deine Haut ist sonnengeschädigt, was sich als Pigmentflecken und Pigmentveränderungen äußern kann.

Übermäßiges Sonnenbaden ist zwar nicht der einzige Auslöser für Pigmentflecken, aber der häufigste.

Andere Ursachen für Pigmentflecken: Hormone und Medikamente

Pigmentflecken können auch durch hormonelle Einflüsse verstärkt werden. Daher treten Pigmentveränderungen bei Frauen häufig hormonell bedingt auf, beispielsweise während der Schwangerschaft oder unter Einnahme der Antibabypille.

Gibt es einen Unterschied zwischen Pigmentflecken und Pigmentstörungen?

Die unterschiedlichen Begriffe Pigmentflecken, Pigmentveränderungen und Pigmentstörungen werden oft für ein und dieselbe Sache benutzt – einige Pigmentstörungen sind jedoch nicht auf die Folgen von zu viel Sonnenlicht zurückzuführen.

Pigmentstörungen können unter anderem durch folgende Faktoren verursacht werden:

  • Körperliches Ungleichgewicht durch psychische Belastungen
  • Allergische Reaktionen
  • Haarentfernung und Rasur
  • Hautschäden durch Schläge, Stürze und generell Narben
  • Akne und Ekzeme, die ebenfalls zu Narben führen können
  • Medikamente, Strahlentherapie oder chemische Einflüsse

Die oben genannten Pigmentstörungen können, genau wie sonnenbedingte Pigmentveränderungen, durch zusätzliche Sonneneinwirkung verschlimmert werden.


Welche Arten von Pigmentflecken gibt es?

Alle Pigmentflecken sind auf eine Überproduktion von Hautpigmenten zurückzuführen. Man kann die unterschiedlichen Flecken aber anhand ihres Aussehens in verschiedene Typen einteilen. Ganz grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Pigmentflecken:

1) Dunkle/braune Pigmentflecken: Dunkle Pigmentflecken können wie Sommersprossen aussehen, können aus mehreren, ineinander übergehenden Flecken bestehen und erhabene Stellen mit Pigmentstörungen sein. Obwohl sie oft miteinander verwechselt werden, sind Sommersprossen und Pigmentflecken nicht dasselbe. Sommersprossen kommen und gehen, Pigmentflecken bleiben.

2) Weiße Pigmentflecken: Daneben gibt es auch Pigmentflecken, die auf eine Unterproduktion von Hautpigmenten zurückzuführen sind. In diesem Fall liegt ein Mangel an Melanin (Hautpigmenten) vor, was sich in Form von weißen Pigmentflecken äußert.


Wer bekommt Pigmentflecken?

Ab dem 30. Lebensjahr haben so gut wie alle Menschen Pigmentflecken, manche mehr und manche weniger. Bei den meisten Menschen treten Pigmentflecken im Alter verstärkt auf.

Dafür gibt es eine ganz simple Erklärung: Je älter du wirst, desto mehr Sonne hat deine Haut bereits abbekommen – und da Sonne der Hauptauslöser für Pigmentflecken ist, treten diese mit zunehmendem Alter logischerweise vermehrt auf.

Außerdem tendieren besonders Frauen zu Pigmentflecken, da sie eher unter hormonellen Einflüssen stehen, beispielsweise durch Schwangerschaften und die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel. Dies kann ebenfalls Pigmentflecken verursachen. 

Je empfindlicher deine Haut auf Sonnenlicht reagiert, desto größer ist dein Risiko für sonnenbedingte Pigmentflecken. Du solltest dich aber ganz unabhängig davon, ob du lichtempflindliche Haut hast oder nicht, in der Sonne immer eincremen und an die offiziellen Empfehlungen zum Sonnenbaden halten.


An welchen Körperstellen entstehen Pigmentflecken am häufigsten?

Da Pigmentstörungen durch Sonnenlicht verursacht werden, entstehen sie in der Regel an den Körperstellen, die der Sonne am stärksten ausgesetzt sind.

Pigmentflecken treten daher am häufigsten im Gesicht, an den Händen und an den Beinen auf. Bei Frauen sind auch oft die Brust und die Schultern von Pigmentveränderungen betroffen.


Pigmentveränderungen vorbeugen

Das Beste, was du zur Vorbeugung von Pigmentflecken tun kannst, ist deine Haut vor der Sonne zu schützen. Denk dran, dich mit Sonnenschutzmittel einzucremen, und halte dich während der kritischen Mittagsstunden im Schatten auf.

Für deine Haut ist es der beste Schutz, wenn du jeden Tag Sonnencreme verwendest. Daher benutzen auch immer mehr Menschen täglich Sonnenschutzmittel im Gesicht, da es Alterungserscheinungen und Pigmentflecken vorbeugt.


Wie entfernt man Pigmentflecken?

Bei Pigmentflecken ist Vorsicht besser als Nachsicht. Daher solltest du immer Sonnencreme benutzen und dich um einen verantwortungsvollen Umgang mit Sonnenlicht bemühen. Sind die Pigmentflecken aber schon da, kannst du glücklicherweise auch etwas dagegen tun.

So rückst du Pigmentflecken mit Creme und Öl zu Leibe:

Hast du Pigmentflecken im Gesicht oder auf der Brust? Dann kannst du auf eine Creme oder ein Serum mit Fruchtsäure zurückgreifen. So können Pigmentflecken wirksam reduziert werden. Hier solltest du nach Produkten mit AHA- oder BHA-Säure, Vitamin A, Niacinamid und Vitamin C Ausschau halten. Mit diesen Inhaltsstoffen kannst du in deinen eigenen vier Wänden ein chemisches Peeling machen. Das klingt vielleicht etwas aggressiv, ist aber tatsächlich sanfter zur Haut als Gesichtspeelings.

Suchst du eine Creme oder ein Öl, um deine Pigmentflecken am Körper zu entfernen? Dann ist Body Oil von Australian Bodycare die richtige Wahl. Die darin enthaltenen aktiven Wirkstoffe wie Squalan, Vitamin E und Teebaumöl können Pigmentflecken bei regelmäßiger Anwendung optisch reduzieren.

Studien zeigen außerdem, dass eine konsequente Anwendung von Sonnenschutzmittel die Sichtbarkeit von Pigmentflecken deutlich verringern kann.

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Lasern, Bleichen und professionelles Peeling

Wenn deine Pigmentflecken sehr stark ausgeprägt sind, kannst du professionelle Hilfe in Form von Peelings oder Laserbehandlungen in Anspruch nehmen. Das solltest du aber nur, wenn du unter dem Problem stark leidest und es mit hochwertigen Produkten nicht in den Griff bekommst.

Vereisen, Lasern – oder weder noch?

Ein Arzt kann Pigmentflecken professionell vereisen oder mit dem Laser entfernen. Diese Lösung ist sehr wirksam, birgt aber das Risiko, dass anstatt des braunen Flecks ein weißer Fleck zurückbleibt.

Hilft Bleichcreme gegen Pigmentflecken?

Du kannst deine Pigmentflecken auch mit Bleichcreme behandeln. Damit riskierst du aber, dass sie nach einer Weile wieder sichtbar werden, wenn die Wirkung der Creme nachlässt.

Leidest du sehr unter deinen Pigmentflecken?

Wenn dich deine Pigmentflecken sehr stören, ist es sinnvoll, ärztliche Hilfe zu suchen. Wenn du deine Leberflecken nicht mit einem Laser entfernen lassen willst, kann dir der Arzt unter anderem Cremes und andere Medikamente verschreiben, die deine Flecken reduzieren.

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