Tinea Inguinalis – So behandelt man den Leistenpilz

Professionell aktualisiert: 9/3/2021

Pilz in der Leistengegend ist für viele ein häufiges Problem. Er zeichnet sich häufig durch Ausschlag und Rötungen aus und es kann zu Juckreiz und Hautreizungen kommen. Auch wenn es sehr unangenehm ist, einen Pilz in der Leistengegend zu haben, ist es relativ einfach den Leistenpilz zu bekämpfen, wenn man weiß, worauf es zu achten gilt.

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Hier bekommst du einen Überblick darüber, um was für einen Pilz es sich handelt, wo er auftritt und wie Du ihn bekämpfen kannst.

Durchgelesen von Anne Thestrup Meimbresse

Apotheker, Klinische Pharmazeutin
Anne hat einen Master in Pharmazie von der Süddänischen Universität, und arbeitet seit einigen Jahren als klinische Pharmazeutin in der Apotheke.Hier berät Sie sowohl Kunden als auch Ärzte über die optimale Anwendung von Arzneimitteln.

Was ist Leistenpilz?

Leistenpilz ist eine Pilzinfektion auch bekannt als Tinea Inguinalis. Pilz-Infektionen in der Haut sind auf verschiedene Arten von Hautpilzen zurückzuführen, die verschiedene Bereiche des Körpers angreifen. Die drei häufigsten Pilze auf der Haut sind „Dermatophyten“, „Candida“ und „Pityriasis versicolor“, die den Körper unterschiedlich angreifen und für verschiedene Hautirritationen verursachen können.

Leistenpilz ist auch unter dem lateinischen Namen „Tinea crusis“ und “Tinea Inguinalis” bekannt und tritt meistens an den Innenseiten der Oberschenkel auf. Der Hautpilz kann sich aber auch auf die Genitalien und auf den Po ausbreiten. Leistenpilz ist ähnelt anderen Pilzarten der Tenia-Familie, wie z.B. Fußpilz oder Kopfhautpilz.

Ursachen für Leistenpilz

Überall am Körper leben natürliche Pilze. Diese Pilze leben von abgestorbenen Hautzellen. Solange die Haut sauber und trocken gehalten wird, werden die Pilze in Schach gehalten. Auf diese Weise wird das natürliche Gleichgewicht der Haut aufrechterhalten, sodass die Pilze keine Chance haben, sich zu vermehren. 

Sollten sich die Pilze aber vermehren, bringen sie die Haut ins Ungleichgewicht und es besteht das Risiko für eine Pilzinfektion. Ist dies bereits geschehen, kommt es oft zu lästigen Hautproblemen.

Wenn die Haut sauber und trocken gehalten wird, bildet die sie ein Schutzschild gegen den Pilz und er wird dadurch unschädlich gemacht. Aber sobald die Haut aus ihrem Gleichgewicht gebracht wird, hat der Pilz die Gelegenheit sich zu vermehren. Dies geschieht als erstes an der obersten Hautschicht, auch Hornschicht genannt.

Wenn die Pilze beginnen sich zu entwickeln, bilden sie Enzyme, die die Hornschicht zerstören. Sobald dies geschehen ist, hat der Pilz freie Bahn sich weitläufig auszubreiten.

Feuchte Bedingungen

Pilze fühlen sich in warmen und feuchten Umgebungen am wohlsten. Deshalb gibt es erfahrungsgemäß bestimmte Hautregionen, die besonders anfällig für Pilzinfektionen sind.

Einer der Bereiche ist die Leistengegend. Hier ist die Haut oft feuchter und wärmer als andere Regionen des Körpers und genau deshalb fühlt sich der Pilz hier mit am wohlsten.

In den heißen und feuchten Hautfalten der Leistengegend bekommen die natürlichen Pilzsporen die Möglichkeit, sich zu vermehren. Diese werden dann zu einer Pilzinfektion, dem sogenannten „Leistenpilz“.

Hygiene

Eine Pilzinfektion in der Leistengegend ist typischerweise auf die feuchte Umgebung im Intimbereich zurückzuführen. Aber auch die eigene Körperhygiene ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Baustein, um die Entwicklung von Pilzinfektionen zu verhindern.

Wenn Du dich nach sportlichen Aktivitäten nicht duschst und du nicht genügend auf Deine Hygiene achtest, gibst Du den Pilzen die Möglichkeit zu wachsen. Je länger Du auf ausreichende Körperhygiene verzichtest, umso mehr bilden sich Bakterien und Feuchtigkeit, die die Entwicklung der Pilze fördern.

Um einer Infektion vorzubeugen, solltest Du deshalb auf gründliche Hygiene und Pflege, speziell im Intimbereich, achten. Hierbei empfiehlt sich die Verwendung von antibakteriellen Pflegeprodukten, wie die IntimWash Waschlotion, oder das FemiDaily Intimpflege-Gel auf Basis von natürlichem Teebaumöl.

Geschwächtes Immunsystem

Es sind nicht nur die feuchten Bedingungen oder die schlechte persönliche Hygiene daran schuld, dass sich ein Pilz in der Leistengegend ausbreitet.

Oft ist eine Pilzinfektion in der Leistenregion auch auf ein vermindertes Immunsystem zurückzuführen. Dadurch erhalten die Pilze bessere Bedingungen, um sich zu vermehren.

Dies gilt für ernstzunehmende Krankheiten wie z.B. HIV / Aids, denn die Krankheit befällt die weißen Blutkörperchen, die normalerweise dafür zuständig sind, fremde Mikroorganismen, die in den Körper eindringen, zu bekämpfen.

Wenn Du in einer Penicillin- oder Antibiotika-Behandlung bist, bist Du ebenfalls anfälliger für Pilze in der Leistengegend. Antibiotika beeinflussen die natürlich vorkommenden Mikroorganismen auf der Haut, und wenn diese natürliche Flora der Haut gehemmt wird, erhält der Pilz gute Wachstumsbedingungen in der Leistengegend.

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Wer bekommt Leistenpilz?

Fußpilz ist die häufigste Form von Hautpilz, aber auch die verwandte Art, der Leistenpilz, ist ein sehr häufig auftretender Hautpilz. Pilze in der Leistengegend können jeden treffen, unabhängig von Geschlecht oder Alter.

Besonders Menschen mit einem aktiven Lebensstil, die deshalb häufiger schwitzen, sind häufiger von Pilzbefall betroffen, als Menschen mit einem eher ruhigen Lebensstil.

Besonders häufig sind männliche Athleten betroffen, aber Pilze in der Leistengegend können auch bei weniger aktiven Menschen auftreten. Dies gilt beispielsweise für übergewichtige Menschen, die nicht unbedingt einen bewegungsreichen Lebensstil führen, aber dennoch viel schwitzen.

Obwohl Pilzinfektionen sowohl bei Männern als auch bei Frauen auftreten, sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Dies kann durch enganliegende Unterwäsche verursacht werden, die eine feuchtere Umgebung erzeugt. Zudem liegt es auch häufig daran, dass Männer öfter in der gleichen Trainingskleidung trainieren, ohne diese zwischen den Trainingseinheiten zu waschen.


Natürliche Übertragungswege

Pilze in der Leistengegend können von einer auf die andere Person übertragen werden, obwohl es sich nicht um einen stark ansteckenden Bereich handelt. Du solltest dir aber im Klaren sein, dass Du Dich in speziellen Fällen trotzdem anstecken kannst.

Wenn Du Kleidung oder Handtücher mit einer anderen Person teilst, die vom Pilz in der Leistengegend befallen ist, kann die Infektion durch die Textilien auf Dich übertragen werden.

Der Pilz kann auch durch direkten physischen Kontakt übertragen werden, zum Beispiel durch Geschlechtsverkehr mit einem Partner, der bereits mit einem Pilz in der Leistengegend infiziert ist.

Gehe zu: Symptome und Behandlung vom Penispilz

Wenn Du vermutest, dass Du eine Pilzinfektion haben könntest, ist es sehr wichtig Dich behandeln zu lassen, damit Du Deinen Partner oder andere Personen nicht zusätzlich infizierst.


Symptome bei Leistenpilz

Woran erkennst Du, dass du einen Pilz in der Leistengegend hast? Es gibt offensichtliche Symptome von Leistenpilz, sowohl bei Männern als auch bei Frauen.

Wenn Du folgende Symptome an der Haut um Deine Leistengegend bemerkst, besteht ein hohes Risiko, das Du Dir eine Pilzinfektion der Leistengegend zugezogen hast.

Wenn du folgende Symptome auf deiner Leistenhaut bemerkst, besteht ein hohes Risiko, das du dir eine Pilzinfektion der Leistengegend eingefangen hast.

  • Starke Rötungen. Eines der offensichtlichsten Symptome von Leistenpilz sind Juckreiz, sowie Reizung und Rötung der betroffenen Region. Der Hautausschlag unterscheidet sich deutlich in seiner Form, durch eine rötlich-braune Farbe im Verhältnis zur normalen Haut. Die Rötung erstreckt sich oft über ein relativ großes Gebiet. Beginnend an den Innenseiten der Oberschenkel zieht es sich bis zum Hodensack des Mannes oder den weiblichen Genitalien, und kann bis in den Bereich des Enddarms gehen. Der Pilz kann darüber hinaus zu analem Juckreiz führen.
  • Schälen und Risse in der Haut. Die Haut, die mit dem Pilz infiziert ist, ist extrem gereizt. Dieses kann dazu führen, dass die Haut sich schält und kleinere Risse bildet. Die Haut kann in größeren oder kleineren Hautstückchen abfallen.
  • Brennen und Jucken an der Leiste. Eine Pilzinfektion in der Leistengegend kann ein brennendes oder beißendes Gefühl verursachen und wird von Juckreiz begleitet. Das brennende Gefühl kann sehr schmerzhaft sein und kann in schweren Fällen auch den kompletten Rhythmus des Körpers beeinträchtigen.

Gehe zu: Juckreiz im Intimbereich


Behandlung bei Juckreiz und Reizung

Wenn Du die beschriebenen Symptome erkannt hast oder schon früher einmal Probleme mit einem Leistenpilz hattest, ist es wichtig zeitnah Abhilfe zu schaffen. Dadurch vermeidest Du Unbehagen und vor allem schützt Du Deine Mitmenschen vor Infektionen.

Das Femi Daily Teebaumöl-Gel von Australian Bodycare mit natürlichen Wirkstoffen, kühlt und beruhigt die Haut effektiv, ohne unangenehme Nebenwirkungen, wodurch die Reizung gelindert wird.

Australisches Teebaumöl, bekannt für seine tiefenreinigenden Eigenschaften, schafft Abhilfe, um die Probleme mit Juckreiz und Reizung zu lindern. Die natürlichen und aktiven Substanzen, die im FemiDaily Gel von Australian Bodycare enthalten sind, halten die Haut sauber und gesund.

Das FemiDaily Gel lindert die Beschwerden innerhalb einer Woche.

Wenn Du Zweifel haben solltest, woher die Symptome stammen, oder diese nach zwei Wochen nach wiederholter Anwendung des Gels nicht verschwunden sind, wende Dich an Deinen Hausarzt. Er kann Dich weiter untersuchen, indem er eine Probe der betroffenen Haut nimmt und diese unter einem Mikroskop untersucht.

In einigen Fällen muss der Pilz mit einer Tablettenbehandlung zusätzlich bekämpft werden. In der Regel ist eine solche Behandlung aber nur bei schlimmeren Erkrankungen notwendig.

Wie man Leistenpilz verhindert

Wenn Du schon einmal von Pilzbefall in der Leistengegend betroffen warst und dies in Zukunft verhindern möchtest bzw. vorbeugende Maßnahmen ergreifen willst, haben wir hier ein paar Tipps für dich, die Du beherzigen kannst, um Dich zukünftig zu schützen.

  • Nehme täglich ein Bad bzw. dusche täglich. Denke auch speziell nach sportlichen Aktivitäten daran, Dich gründlich zu waschen. Benutze hierbei am besten ein antibakterielles Duschgel, wie IntimWash von Australian Bodycare um Körper und Intimzone zu reinigen.
  • Benutze ein sauberes und trockenes Handtuch, um Dich sauber und frei von Schweiß zu halten. Achte auch darauf, die Leistengegend nach dem Duschen gründlich abzutrocknen, um übermäßige Feuchtigkeit in diesem Bereich zu vermeiden.
  • Wechsel täglich Deine Unterwäsche. Wenn Du viel schwitzt, solltest Du die Unterwäsche öfter wechseln. So vermeidest Du, dass die Leistengegend zu feucht wird und somit auch die Bedingungen für ein gutes Wachstum des Pilzes.
  • Vermeide enge Unterwäsche oder Hosen. Wenn Du zu enge Kleidung im Bereich der Leistenregion trägst, kann die Haut nicht optimal atmen. Dadurch erhalten die Pilze beste Bedingungen (warm und feucht) um sich zu vermehren.